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Das Zukunfts-Museum

Vortragsreihe zur Nürnberger Dependance des Deutschen Museums

Ab 2020 eröffnet die Zweigstelle des Deutschen Museums am Nürnberger Augustiner-hof. Die Besucher werden den Fragen der Zukunft in spannenden Ausstellungen nachgehen, eigene Ideen für die Zukunft entwickeln und über die Konsequenzen neuer Technologien diskutieren. Die Vortragsreihe stellt exemplarisch die Konzeption und die Schwerpunkte des 5500 Quadratmeter großen Zukunfts-Museums vor.

Mittwoch, 09.10.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Das Deutsche Museum der Zukunft

Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums, München

Wie sieht das Museum der Zukunft aus? Der Generaldirektor des Deutschen Museums gestaltet den Auftakt der diesjährigen Vortragsreihe und gibt einen Überblick über die zukünftigen Entwicklungen des Deutschen Museums und seiner Dependancen.

Mittwoch, 16.10.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Das Zukunfts-Museum: Science or Fiction?

Dr. Andreas Gundelwein, Bereichsleiter Ausstellungen und Sammlungen des Deutschen Museums

Science or Fiction? Dieser Frage geht ab Ende 2020 „Das Zukunfts-Museum“ im Herzen Nürnbergs nach und lädt ein zu einer spannenden Reise in die Zukunft. In fünf Themenfeldern werden Technologien aus Forschung und Entwicklung präsentiert, um an ihnen gesellschaftliche und individuelle Auswirkungen aufzuzeigen und zu diskutieren. Dem gegenübergestellt sind aktuelle und vergangene Visionen aus Film, Literatur und Kunst. Dieses Zusammenspiel von Science und Fiction provoziert und fordert die Besucher heraus zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der Zukunft. Der Vortrag gibt einen Einblick in Gebäude und Konzept – quasi einen „Blick in die Zukunft“.

Mittwoch, 23.10.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Zukunft(s)gestalten

Kathrin Milic-Grunwald und Marco Müller, Assoziierter Partner Atelier Brückner, Stuttgart

Wie sieht die Zukunft aus und wie kann man sie ausstellen? Im Deutschen Museum Nürnberg wird die Zukunft zur Reise, die kein Ziel, sondern nur einen Weg hat. Stück für Stück, Raster um Raster treten Fragmente verschiedener Zukünfte hervor. Ziel des szenografischen Ausstellungskonzepts ist es, für die Fragen der Zukunft einen Raum zu schaffen, der sowohl Freiraum der Möglichkeiten als auch konkret erfahrbare Vision ist.

Mittwoch, 30.10.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Science meets Science Fiction

Dr. Bernd Flessner, Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen der Universität Erlangen-Nürnberg

Über Jahrzehnte wurde die Gattung Science Fiction als „Schundliteratur“ abgetan und somit einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise entzogen. Weder Literaturwissenschaftler noch Naturwissenschaftler und Ingenieure setzten sich mit den Modellen möglicher Zukünfte auseinander, die Science Fiction offeriert. Nach und nach ist diese Betrachtungsweise einer neuen Perspektive gewichen. Heute gilt Science Fiction als wichtiger Lieferant von „portents“, von Spuren aus der Zukunft. Das Fiktionale wird als relevanter Teil unserer Zukunftsdiskurse gesehen, als Ideenlieferant für tatsächliche Entwicklungen, also Sondierung des vor uns liegenden Möglichkeitsraum.

Mittwoch, 13.11.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Das Zukunfts-Museum: Zwischen Mensch und Maschine

Florian Müller und Melanie Saverimuthu, „Zweigstelle Nürnberg“ des Deutschen Museums

Jahrhundertelang schien die Rollenverteilung klar: Der Mensch lenkt, die Maschine führt aus. Mit Künstlicher Intelligenz und vollautomatisierten Systemen haben wir aber Maschinen geschaffen, deren Funktionsweise auch Experten kaum verstehen. Wie gehen wir damit um, wieviel Einfluss lassen wir zu?
Gleichzeitig verschwimmt die Grenze zwischen Mensch und Maschine. Prothesen erhöhen die Leistungsfähigkeit und lassen Visionäre von Supermenschen träumen, erste Menschen bezeichnen sich als Cyborgs. Und die Übertragung des menschlichen Geistes in den Computer scheint ebenfalls nahe. Bleibt die Frage: Wieviel Mensch steckt dann noch in den Menschen?

Mittwoch, 20.11.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Das Zukunfts-Museum: Megacities oder Flucht ins All

Danny Könnicke und Maximilian Weinberg, Projekt „Zweigstelle Nürnberg“ des Deutschen Museums

Seit Jahrhunderten ist die Stadt der Hotspot menschlicher Kultur, Entwicklung und Technologie. Doch mit der Entstehung von immer größeren Mega-Cities scheint das System Stadt an seine Grenzen zu geraten. Dystopien von überbevölkerten, verschmutzten und kollabierten Metropolen machen die Runde. Können wir das System Stadt lebenswert und funktional erhalten?
Im Weltall stellt diese Frage sich auf eine ganz andere, existenziellere Weise. Die Kolonisierung fremder Planeten setzt Systeme voraus, die die Menschen auch unter widrigen Umständen am Leben erhalten. Der Erfolg scheint zweifelhaft, besiedeln wir das All also lieber mit Maschinen?

Mittwoch, 27.11.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Atlantropa – eine frühe Idee des „Geoengineering“?

Dr. Matthias Röschner, Katharina Schinhan, Archiv des Deutschen Museums, und Maike Schlegel, Projekt „Zweigstelle Nürnberg“ des Deutschen Museums

Das Mittelmeer wird teilweise trockengelegt, Europa und Afrika wachsen zu einem Superkontinent zusammen, alle Energieprobleme sind gelöst. Das waren die Hauptziele des gigantischen Projekts Atlantropa des Münchner Architekten Herman Sörgel (1885–1952). Er wollte den Mittelmeerraum und Teile Afrikas komplett umgestalten und war ab dem Ende der 1920er Jahre beständig auf der Suche nach Unterstützern. Der Nachlass des „Weltbaumeisters“ Sörgel befindet sich im Archiv des Deutschen Museums. Der Vortrag stellt den einzigartigen Bestand vor, wobei auch eine Auswahl an Originaldokumenten gezeigt wird.

Mittwoch, 11.12.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

Geschichte(n) zum Augustinerhof

Gerd Schmelzer, alpha Gruppe, im Gespräch mit Jo Seuß, Nürnberger Nachrichten

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft: Diese drei Begriffe manifestieren sich in Nürnberg bei keinem anderen Projekt der letzten 30 Jahre so sehr wie beim Augustinerhof. Der kühne Entwurf von Helmut Jahn anno 1991 ging in die Geschichte ein, ebenso die Niederlage von Anderle und Abousaidy beim ersten Bürgerentscheid Nürnbergs. Die Stadt geriet in Verruf, ein Schandfleck schien zementiert – bis Immobilienunternehmer Gerd Schmelzer Ende 2007 einen Neuansatz wagte, der langen Atem verlangte. Seit Sommer 2017 wird der 100-Millionen-Euro-Komplex gebaut, in dem die Zukunfts-Abteilung des Deutschen Museums Ende einzieht. Blicke nach vorn und zurück werden der Journalist Jo Seuß (Nürnberger Nachrichten) und Bauherr Gerd Schmelzer (alpha Gruppe) werfen – mit persönlichen Erinnerungen und historischen Bildern.

Veranstalter: Veranstalter: Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg, Fachteam Planetarium
Einschreibung Reihe 45 € (BZ-Kurs-Nr. 00 910),
Einzelkarte vor Ort je 7,50/5 € (mit ZAC-Card 5 €)
Ort: Ort: Bis 13.11.19: Bildungszentrum Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 1, Nürnberg
Ab 20.11.19: Nicolaus-Copernicus-Planetarium, Am Plärrer 41, Nürnberg
Konzeption: ART & Friedrich e.V. – Verein zur Förderung von Kunst, Theater und Wissenschaft (Pierre Leich) sowie Katharina Bock (Deutsches Museum) und Dr. Klaus Herzig (Nicolaus-Copernicus-Planetarium)
Kooperationspartner: Deutsches Museum, München
Medienpartner: Nürnberger Zeitung
Veröffentlichte Dateien: Vortragsübersicht